2010

12.11.2010 - Ein Ort im Freudentaumel

Horn-Millinghausen ist begeistert über den Erfolg des gastlichen Dorfs.

Dank galt allen engagierten Helfern, besonders Hauptorganisator Martin Schmitz

„Horn-Millinghausen hat was“: Das Motto des Dorfes ist treffend, aber durchaus erweiterungswürdig, wie Ortsvorsteher Martin Niehaus am Freitag im Saal des Gasthofes Spiegel erklärte. „Ich sage ganz klar: Horn-Millinghausen kann was!“ Damit sprach er den Einwohnerinnen und Einwohnern aus der Seele. Sie alle waren gekommen, um auf Einladung des Bürgerrings Horn-Millinghausen den Erfolg und den unermüdlichen Einsatz beim gastlichen Dorf auf der Schloßkirmes zu feiern. Monatelange Vorbereitung, höchst engagierte Gruppen, die sich für die Präsentation des Ortes vor dem Erwitter Schloss ins Zeug legten und ein gelungenes Kirmeswochenende mit perfektem Wetter sorgten dafür, dass viele Angebote im Hüttendorf trotz großzügig geplanter Vorräte bald ausverkauft waren. Diese Leistung ist doch wirklich ein herzliches Dankeschön wert“, befand Franz Meier daraufhin.

Auch die genaue Aufteilung der Summe auf die verschiedenen Maßnahmen im Ort steht bereits fest. So werden 70 Prozent für die Sanierung des Ehrenmals eingesetzt. 20 Prozent werden für die Instandsetzung der Kreuzwegstationen auf dem Friedhof investiert. Die übrigen 10 Prozent gehen an den Bürgerring, der das Geld für Aufgaben innerhalb des Ortes einsetzen wird.

Einwohner sind näher zusammengerückt

Großes Lob sprachen Franz Meier, Bürgerring-Vorsitzende Kordula Raneck und Ortsvorsteher Martin Niehaus dem Hauptorganisator des gastlichen Dorfes, Martin Schmitz, aus. Zudem wurde einmal mehr deutlich, dass durch das Engagement die Einwohner näher zusammengerückt sind. „Es gab vorher Menschen, die gegenseitig gar nicht wussten, dass sie in Horn wohnen. Das ist nun in den meisten Fällen anders“, so Raneck. Auf der Welle des Engaments möchte der Bürgerring zusammen mit den Einwohnern nun auch im kommenden Jahr weiterschwimmen. So ist unter anderem die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ geplant. Zudem soll es erstmalig einen eigenen Neujahrsempfang im Ort geben, der am Sonntag, 16. Januar, stattfinden soll. - bw

06.10.2010 - Fulminanter Schlusspunkt

Brillantfeuerwerk setzt der Schloßkirmes das i-Tüpfelchen auf.

Verkehrsverein, Schausteller und Bürgerring Horn-Millinghausen ziehen Bilanz

Mit einem Brillantfeuerwerk ist am Montagabend die Schloßkirmes zu Ende gegangen. Der Verkehrsverein für Bad Westernkotten und die Stadt Erwitte als Veranstalter zog gestern ein positives Fazit. „Besser konnte es kaum laufen“, erklärte Geschäftsführer Hans-Jürgen Köchling nach vier Tagen Schloßkirmes. Er zeigte sich rundum zufrieden mit dem Fest. Auch die Erweiterung der Kirmes von der Festhalle bis vor das Schloss sei gut angekommen. „Den Musikhof als neuen Standort für den Herbstmarkt und den Flohmarkt mit einzubeziehen, halte ich für gut. So eine Veränderung muss sich natürlich erst einmal einspielen“, so Köchling, der auch erklärte, dass mit Schildern und einem großen Transparent auf den Bereich „Musikhof“ hingewiesen wurde. Ein positives Fazit zieht derweil auch Schausteller Walter Burghard: „Es war ordentlich - das Wetter spielte mit, die Verlängerung der Kirmes hat ihr Übriges dazu beigetragen, dass das Fest zum Erfolg geworden ist.“

Alle Erwartungen übertroffen hat die Schloßkirmes für die Horn-Millinghäuser, wie Kordula Raneck, Vorsitzende des Bürgerrings, begeistert erklärte. „Viel zum Gelingen des gastlichen Dorfes beigetragen hat die Öffentlichkeitsarbeit über den Patriot und das WDR-Fernsehen“, sagt sie. So waren selbst aus Lüdenscheid und Höxter Besucher angereist.

„Wir waren am Sonntagabend fast restlos ausverkauft. Sogar unser ursprüngliches Vorhaben, Restwaren in einem weiteren Verkauf anzubieten, ist hinfällig“, zieht Raneck Bilanz. Ein großer Pluspunkt sei das Rahmenprogramm gewesen, wie viele Besucher ihr versichert hätten. Als hilfreich vor allem für die Koordination beschreibt sie, dass der Bürgerring als Dachverein das gastliche Dorf ausgerichtet habe. „Dadurch gab es für viele, die sonst nicht in Vereinen organisiert sind, eine gewisse Neutralität. Zahlreiche Neuzugezogene haben mitgemacht, für die Dorfgemeinschaft haben sich wertvolle soziale Kontakte ergeben“, ist sich Raneck sicher. Ein Ziel der Teilnahme sei gewesen, das Dorf durch die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung stark zu machen. „Und das haben wir zweifellos erreicht.“ - bw

02.10.2010 - Welturaufführung zum Start

„Schließen Sie die Mäntel, öffnen Sie die Münder“, verkündete Bürgermeister Peter Wessel gestern Nachmittag zur offiziellen Eröffnung der Schloßkirmes. Einher gehe zugleich eine Welturaufführung, wie er versicherte. Denn noch nie zuvor hatte Wessel ein Bierfass angestochen. Dann die Überraschung: Ein Schlag genügte, und der goldgelbe Gerstensaft floss in die bereitgestellten Gläser.

Dem offiziellen Startschuss zur Schloßkirmes, die nun bis einschließlich Montag auf das Schlossgelände lockt, wohnten neben Vertretern von Rat und Verwaltung, der Kirchengemeinden, den Ortsvorstehern sowie Vertretern der Vereine und der Feuerwehr auch zahlreiche auswärtige Gäste bei. So war eine große Delegation aus Erwittes Partnerstadt Aken um Bürgermeister Hansjochen Müller in die Hellwegstadt gekommen, um den Festauftakt mitzuerleben. Darüber hinaus durfte Peter Wessel die stellvertretende Landrätin Monika Korn, Bürgermeister die Christof Sommer (Lippstadt) und Heinrich Holtkötter (Anröchte) und die stellvertretenden Bürgermeister Robert Henneken (Geseke) sowie Georg Eickhoff (Rüthen) willkommen heißen.

„Der Wettergott spielt mit - und wir halten auch durch“, äußerte Wessel seinen ganz persönlichen Wunsch für den viertägigen Rummel. Gemeinsam mit Sälzerkönigin Birgit Tenwinkel eröffnete er das Fest dann, bevor es im gemütlichen Bummel über den Festplatz, zum gastlichen Dorf Horn-Millinghausen und in die Festhalle zu Erwitte ganz gastlich ging. - bw

29.09.2010 - Herzensangelegenheit für alle Generationen

„Ein zünftiges Runkelschützenfest wird gefeiert. Die Feuerwehr rückt, begleitet von Sirenengeheul, aus. Handgemachte Musik ist zu hören. Beim Schwingen des Golfschlägers kann man das Handicap verbessern. Außerdem sind mehr als 1000 Jahre Geschichte zu erleben und ebenso Naturwunder aus Feld und Flur zu bestaunen. Dazu gibt’s Hausmacher-Leckereien, leicht- bis hochprozentige Tropfen nach eigenen Rezepten zubereitet. Wer sich zum Auftakt des Herbstes schon auf die nahende Advents- und Weihnachtszeit einstimmen möchte, kann dies ebenfalls ungehindert tun. Die Musik, die dabei gehört werden kann, hat zwar nichts mit dem „Fest der Feste“ zu tun, ist aber dafür von Hand gemacht, live gespielt und richtig gut. Richtig gut sind ebenso die kunstvoll gefertigten Deko- und Holzartikel, die mit viel Geschmack zubereiteten Marmeladen. Selbst der nötige Nervenkitzel, der zu spüren ist, wenn es per Autokran in luftige Höhen geht oder die Kettensäge angeworfen wird, fehlt nicht.

All diese Beispiele und viele, viele mehr stehen für den Slogan „Horn-Millinghausen hat ‘was!“ Und was die beiden Nachbardörfer, respektive ihre Bürgerinnen und Bürger, wirklich alles haben und können, das ist im gastlichen Dorf der Erwitter Schloßkirmes zu erleben!

Unter der Federführung des noch jungen Bürgerings Horn-Millinghausen, mit der agilen Vorsitzenden Kordula Raneck an der Spitze und mit dem Organisationsleiter Martin Schmitz, bereiteten sich die Mitglieder aller aktiven Vereinigungen und ebenso viele Einzelpersonen in den zurückliegenden Wochen und Monaten auf die Ausrichtung des gastlichen Dorfes, ein Highlight des Herbstfestes, vor.

Obwohl das Dorfleben vor der historischen Kulisse des Erwitter Schlosses noch nicht eröffnet ist, gebührt allen Hornern und Millinghausern schon jetzt höchster Respekt für ihre bisher erbrachte ehrenamtliche Arbeitsleistung, das persönliche Engagement, dem Opfern von Freizeit - einige hundert Stunden - und dem Umsetzen von vielen guten Ideen. Nicht zuletzt schweißte der monatelange Zukunftsblick auf das dörfliche Leben während der Kirmes alle Generationen, von den Mädchen und Jungen des Kindergartens bis hin zu den Seniorinnen und Senioren, zusammen. Somit wurde das Projekt „gastliches Dorf“ bei allen zu einer Herzensangelegenheit und unterstreicht den Gemeinschaftssinn, der in Horn und Millinghausen einfach gelebt wird.

So formulierte Rainer Niehaus, der stellvertretende Vorsitzende des Bürgerrings, auch im Namen von Kordula Raneck und dem 2. Vize-Vorsitzenden Stefan Fischer, mit dankbaren Worten gegenüber dem Patriot: „Wir freuen uns über die Vielzahl an Helferinnen und Helfern quer durch alle Vereine und Gruppen unserer Dorfgemeinschaft!“ - gö.

13.08.2010 - Gastliches Dorf wird auch ein Fest der Gaumenfreuden

Unter dem Dach des Bürgerrings Horn-Millinghausen bereiten verschiedene Gruppen Genussvolles von Likör bis zu eigens kreierten Senfsorten vor

Noch dauert es einige Wochen, bis die Erwitter Schloßkirmes ihre Pforten öffnet. Die Vorbereitungen im Hintergrund laufen jedoch schon intensiv. Mit viel Liebe zum Detail, aber auch mit viel Vergnügen und Elan kümmert sich ganz Horn-Millinghausen bereits seit einigen Monaten darum, das gastliche Dorf zu planen und die unterschiedlichen Aktionen und Angebote zu organisieren. Unter dem Dach des Bürgerrings Horn-Millinghausen haben sich dazu Gruppen gefunden, die sich ganz unterschiedlichen Bereichen widmen.

Auf kulinarischer Seite bereiten die Horn-Millinghäuser zurzeit zum Beispiel unter dem Motto „Horn is(s)t scharf“ Senf in Eigenproduktion vor. Der Stammtisch „Runde 50“ hat sich dazu von einem Bericht über die Senfherstellung in Monschau inspirieren lassen. Nicht zuletzt dank der Unterstützung einer Herstellerfirma, die beim Rezept behilflich war, machte sich das Team an die Arbeit. Acht bis zehn Kilogramm Senfkörner müssen nun gemahlen werden - was laut Ulrich Raneck derzeit noch ein kleines Problem darstellt, das aber bald gelöst sein soll. So möchte die Gruppe fünf verschiedene Sorten Senf - insgesamt rund 200 Gläser - herstellen, die allesamt Horner Namen erhalten sollen. Erste Kostproben waren offenbar sehr vielversprechend.

Süß wird es unterdessen bei den MarmeLadies, die unter anderem eine original Horner WM-Marmelade in Schwarz, Rot und Gold kreiert haben (wir berichteten). Für die weiteren, ganz unterschiedlichen Brotaufstrich-Sorten kochten sie bereits Erdbeeren, Sauerkirschen, Heidelbeeren und viele andere Früchte ein. Auch ausgefallene Sorten kreieren sie für das gastliche Dorf - darunter solche mit Alkohol sowie spezielle Varianten ohne Alkohol für Kinder. Besonders freut es die MarmeLadies, dass ihnen viele Früchte gespendet wurden. Nach den Sommerferien sollen dann noch Pflaumen und Holunder verarbeitet werden.

Hochprozentig geht es hingegen bei den „Samba Proseccos“ zu. Sie haben sich der Herstellung verschiedener Liköre verschrieben. Mit etwa 400 Flaschen möchten sie die Regale während des gastlichen Dorfes füllen. Natürlich darf dann auch eine Verkostung nicht fehlen. Eine interne Likörprobe hat es übrigens schon gegeben. Zwei der Likörsorten sollen hingegen erst kurz vor der Kirmes ganz frisch hergestellt werden. Besonders gespannt dürfen die Gäste während der Schloßkirmes auf die Kreation „Hittenschiss“ sein. Sie fand laut Udo Spiekermann, der beim Bürgerring für die Pressearbeit zuständig ist, bereits beim Stadtverbandstreffen der Schützen großen Anklang.

Bis zu 140 hausgemachte Kuchen und Torten möchte schließlich der Stammtisch „Die Flips“ zur Cafeteria beisteuern. Die Zusage zur Unterstützung haben viele Einwohner der Gruppe bereits in persönlichen Gesprächen gegeben. Wer keinen Kuchen backen kann, hat sich zumeist mit einer Kaffeespende beteiligt. Zudem möchten „Die Flips“ selbstgemachtes Spritzgebäck anbieten - auch zur Herbstzeit ein Gaumenschmaus.

Ein Bericht über die Vorbereitungen anderer Gruppen folgt. - bw